SVWS-Client: Bedienung und Oberstufe kompakt

Kurzzusammenfassung für Beratung, WebLuPO/LuPO-Dateien, Laufbahnplanung, Fachwahlen und Kursplanung im SVWS-WebClient. Der Schwerpunkt liegt auf der gymnasialen Oberstufe und dem praktischen Arbeitsablauf von der Wahlvorbereitung bis zur Blockung.

Stand: 13.05.2026

Adressat: Oberstufenkoordination, Beratungsteam, SVWS-Anwendende

Basis: Offizielle SVWS-Dokumentation, SVWS-Downloadseiten, Roadmap und WebLuPO-Zugang des Pascal-Gymnasiums

QR-Code QR-Code zur Fortbildungsseite svws-oberstufe.pascalgymnasium.de

1. Kurzfassung

Was ist der SVWS-WebClient?

Der SVWS-WebClient ist die browserbasierte Oberfläche für schulische Verwaltungsprozesse in NRW. Er greift auf den SVWS-Server zu; Änderungen stehen damit grundsätzlich auch anderen SVWS-Client-Anwendungen zur Verfügung, die auf denselben Server zugreifen.

Gearbeitet wird in Apps, z. B. Schule, Schüler, Lehrkräfte, Klassen, Kurse, Noten, Oberstufe, Stundenplan und Administration.

Warum ist die Oberstufe besonders?

In der App Oberstufe werden Fachangebote, Beratungsvorlagen, Laufbahnwahlen, Fachwahlübersichten und Kursblockungen gebündelt. Sie verbindet die individuelle Laufbahnberatung mit der späteren Kursverteilung und Leistungsdatenpflege.

Für die Wahlphase können .lp-Dateien erzeugt, in WebLuPO bearbeitet und anschließend wieder in den SVWS-WebClient importiert werden.

Praxisziel: Erst die Rahmenbedingungen sauber im SVWS-WebClient setzen, dann .lp-Dateien für WebLuPO exportieren, Wahlen beraten und einsammeln, anschließend importieren, Fehler prüfen, Fachwahlzahlen auswerten und daraus die Kursblockung aufbauen.

2. Grundsätzliche Inhalte des SVWS-WebClients

Bereich / App Zweck Bezug zur Oberstufe
Schule / Kataloge / Fächer Stammdaten, Kataloge, Fächer, Datenaustausch. Fächer müssen korrekt als Oberstufenfächer gepflegt sein; das ist Grundlage für WebLuPO, Laufbahnplanung und Kursbildung.
Schüler Individualdaten, Lernabschnitte, Leistungsdaten, Sprachenfolge, Laufbahnplanung Sek II. Individuelle Laufbahnen, Beratungsdaten und Fachwahlen werden hier je Schülerin bzw. Schüler sichtbar und bearbeitbar.
Lehrkräfte Lehrkraftdaten, Personaldaten, Stundenplanbezug. Relevanz für Kurszuordnung, Lehrerwechsel, spätere Stunden- und Klausurplanung.
Klassen / Kurse / Noten Kurskatalog, Kursbelegungen, Noteneingabe und Leistungsdaten. Die in der Kursplanung erzeugten Kurse und Zuordnungen werden in den Kurskatalog und die Leistungsdaten übertragen.
Oberstufe Fächer, Beratung, Laufbahnen, Fachwahlen, Kursplanung, Klausurplanung, Statistik. Zentrale Arbeitsumgebung für EF/Q-Planung, WebLuPO-Dateien, Fachwahlprüfung, Blockung und Kurszuweisung.
Stundenplan Grundlagen, Zeitraster, Räume, Aufsichten und Stundenpläne. Nach der Kursbildung relevant für konkrete Lage, Raum- und Stundenplanprozesse.
Administration Benutzer, Benutzergruppen, Rechte und weitere administrative Einstellungen. Oberstufenarbeit setzt passende Rechte für Beratung, Import/Export und Kursplanung voraus.

3. Roadmap, Einführung und Umstieg

Stand Mai 2026: Der Umstieg auf SVWS-Server und SchILD-NRW 3 ist kein reiner Programmwechsel, sondern ein Plattformwechsel: Der SVWS-Server wird zur zentralen Server- und API-Komponente, SchILD-NRW 3 setzt einen erreichbaren SVWS-Server voraus, und der SVWS-WebClient übernimmt schrittweise Verwaltungsprozesse im Browser. Für Schulen bleibt wichtig: Teststellung aufbauen, Datenmigration prüfen, Oberstufenprozesse vollständig durchspielen, den Notenprozess verbindlich absichern und passende Versionen von SVWS-Server und SchILD-NRW 3 gemeinsam aktualisieren.

Entscheidendes Umstiegskriterium: WebNotenManager (WeNoM)

Für Schulen, die aktuell SchILDweb nutzen oder sogar noch mit Notendateien arbeiten, ist der WeNoM-Reifegrad das zentrale Kriterium für den Produktivumstieg auf SchILD-NRW 3 und SVWS.

Praktische Konsequenz: Der Umstieg sollte erst dann freigegeben werden, wenn der WebNotenManager in einer stabilen Version verlässlich läuft und der vollständige schulische Notenprozess getestet wurde: Bereitstellung, Zugriff der Lehrkräfte (auch unterschiedliche Zugriffsrechte abhängig von Funktionen), Eingabe von Quartals- und Zeugnisnoten, Bemerkungen, Fehlstunden, Synchronisation mit dem SVWS-Server, Korrekturprozesse und Abschluss des Lernabschnitts.

Solange WeNoM nur als Beta- bzw. Testsystem einzuordnen ist, sollte eine Schule mit produktivem SchILDweb-/Notendatei-Prozess den Umstieg nicht allein an der technischen Verfügbarkeit von SchILD-NRW 3 oder SVWS festmachen.

Aktueller Versionsstand

KomponenteStand / Bedeutung
SVWS-Serverv1.3.1; lauffähig mit SchILD-NRW 3.4.0, Datenbank-Revision 63.
SchILD-NRW 3v3.4.0; auf den aktuellen SVWS-Server abgestimmt.
WeNoMBeta-/Teststatus; für Schulen mit SchILDweb oder Notendateien erst dann Umstiegskriterium erfüllt, wenn der WebNotenManager stabil und schulisch verlässlich produktiv nutzbar ist.
Update-RegelServer/WebClient/AdminClient werden gemeinsam über das SVWS-Server-Paket aktualisiert; SchILD-NRW 3 separat prüfen und passend mitziehen.
ProduktivbetriebVor produktiven Updates Release Notes, Datenbankrevision und SchILD-Kompatibilität prüfen; vorher Datensicherung einplanen.

Neue bzw. relevante Funktionen v1.3.1

  • Oberstufe: Blockungsergebnisse können im Untis-Format exportiert werden; Laufbahnplanungs-Export und Web-Laufbahnplanung wurden korrigiert.
  • Kursblockung: API-Endpunkt für einzelne Blockungsergebnisse ergänzt; Kurslehrer-Zuordnung und Synchronisation korrigiert.
  • Noten: neuer Bereich für lokales Notenmodul, externe Notenmodul-Server, Synchronisation, Teilleistungen, Bemerkungen und Ankreuzkompetenzen.
  • Klausur- und Stundenplanung: Verbesserungen bei Nachschreibeklausuren, Facharbeitsfällen, Kollisionen und Doppelstundenmodus.
  • Schülerdaten/Kataloge: Vermerke, Einwilligungen, Lernplattformdaten, Fotos und mehrere Kataloge wurden ergänzt bzw. überarbeitet.
  • Betrieb: Backups per Gruppenprozess, Installer-Verbesserungen und Sicherheitsupdates/CVE-Fixes.

Roadmap ab 2026

ZeitpunktKernpunktBedeutung für Schulen
2026 MärzStart der Beta-Phase des WebNotenManagers.Notenerfassung über ein webbasiertes externes Modul kann getestet werden. Für Schulen mit SchILDweb oder Notendateien ist WeNoM das Umstiegs-Gate: erst stabile Version und erfolgreicher Notenprozess-Test, dann Produktivumstieg.
2026 AprilErster Prototyp für das Abitur 2030.Für Oberstufenkoordination relevant: Laufbahnplanung soll Änderungen wie 5. Abiturfach und Projektkurse als Testfälle abbilden.
2026Feldtest Schulbewerbungen / digitaler Schülerwechsel.Perspektivisch relevanter Prozess für Schulwechsel und Übergänge; zunächst abgegrenzt mit ausgewählten Schulen.
2026Ausbau des WebClients für Grundschulen und weitere Schulformen.WebClient wird breiter als reines GOSt-Werkzeug; Gruppenprozesse und Filterfunktionen gewinnen an Bedeutung.
2026Implementierung der Abschlussberechnungen aller Schulformen inkl. Berufskolleg.Abschlussberechnungen sollen über die SVWS-API auch SchILD-NRW 3 zur Verfügung stehen.
2026Schrittweise Umstellung von SchILD-NRW 3 auf die SVWS-API.Direkte Datenbankzugriffe sollen reduziert werden; für IT-Dienstleister ist die API-/Serverarchitektur zentral.
2027 JanuarSchulinterner harter Meilenstein für den Wechsel auf SchILD-NRW 3/SVWS wegen neuer APO-GOSt, Abitur 2030 und 5. Abiturfach.Spätestens ab diesem Zeitpunkt sollte die GOSt-Planung nicht mehr auf Altprozesse gestützt werden. Laufbahnplanung, Projektkurse, neue Prüfungsformate und das 5. Abiturfach müssen in SchILD-NRW 3/SVWS produktionsnah getestet und für Beratung, WebLuPO, Kursplanung und spätere Zeugnis-/Abiturprozesse verbindlich eingeplant werden.
2027Geplante Ablösung von ASDPC32 durch den WebClient.Statistikprozesse müssen mittelfristig in den WebClient-/SVWS-Kontext eingeordnet werden.
2028Digitale Zeugnisausfertigung im SVWS-Server.Relevant für Standardzeugnisse, Abiturzeugnisdruck, Signatur-/Ausfertigungswege, Archivierung und die spätere digitale Übermittlung. Deshalb sollten Zeugnisformulare und Druck-/Archivierungswege bereits im Umstiegstest verbindlich geprüft werden.

Konsequenzen für den Umstieg

1. Technische Zielarchitektur klären.
SVWS-Server, MariaDB und SchILD-NRW 3 können je nach Schulträgerumgebung getrennt oder gemeinsam betrieben werden. SchILD-NRW 3 benötigt beim Start einen erreichbaren SVWS-Server und prüft die Versionskombination.
2. Testsystem vor Produktivsystem.
Eine Teststellung mit migrierter Datenkopie aufbauen. Doppelte produktive Datenpflege vermeiden; für den Produktivstart wird die aktuelle SchILD-NRW-2-Datenbank erneut migriert.
3. Notenprozess als Gate prüfen.
Schulen mit SchILDweb oder Notendateien sollten den Produktivumstieg erst planen, wenn WeNoM stabil läuft und der gesamte Notenzyklus mit echten schulischen Rollen, Rechten, Korrekturwegen und Synchronisation zuverlässig getestet wurde.
4. Oberstufe als Pilotprozess nutzen.
WebLuPO-Export, Fachwahlimport, Laufbahnprüfung, Kurszahlen, Blockung, Untis-Export, Klausurplanung und WeNoM-/Notenprozesse vollständig testen.
5. Zeugnis- und Formularprozess testen.
Leistungsübersichten, Standardzeugnisse, Abiturzeugnisse, Reportverwaltung, Archivierung und Zeugnisverzeichnis mit echten Testdaten durchspielen. Amtliche Formulare nicht am Ende der Zeugnisphase erstmals prüfen.
6. Update- und Sicherungsroutine festlegen.
Vor Updates Datensicherung erstellen, Release Notes prüfen, Datenbankrevision beachten und SVWS-Server sowie SchILD-NRW 3 als abgestimmte Kombination behandeln.
7. Schulung und Rollen planen.
Sekretariat, Oberstufenkoordination, Stundenplanung, Schulleitung, Lehrkräfte und IT benötigen unterschiedliche Schulungsschwerpunkte. Schulungsmaterialien, GOSt-Module, Zeugnis-/Reportprozesse und WeNoM-Bedienung sollten in die Einführung einbezogen werden.

Prüfpunkte vor dem Produktivstart

PrüffeldWas konkret geprüft werden sollte
MigrationSchüler, Erziehungsberechtigte, Lehrkräfte, Klassen, Kurse, Leistungsdaten, Kataloge, Förderdaten, Fremdsprachenfolgen und GOSt-Daten stichprobenartig prüfen.
Noteneingabe / WeNoMBei bisheriger Nutzung von SchILDweb oder Notendateien: Produktivumstieg erst freigeben, wenn WeNoM stabil läuft, Lehrkräfte zuverlässig zugreifen können, Eingaben und Korrekturen funktionieren und die Synchronisation mit dem SVWS-Server belastbar getestet ist.
OberstufeEF/Q1/Q2-Laufbahnen, Abiturfächer, Fachwahlen, Kursarten, Umwahlen, Blockungsregeln, Kurslehrer und Rückübernahme aus Blockung testen.
Schnittstellen und ReportsUntis-Export, ENM/Notenmodul, Leistungsübersichten, Standardzeugnisse, Abiturzeugnisdruck, Archivierung, Lernplattformdaten und perspektivisch API-basierte Prozesse prüfen.
BetriebBackup, Restore-Test, Rechte/Rollen, Zertifikate/HTTPS, Verwaltungsnetz, Ports, Logdateien, Updateprozess und Supportwege dokumentieren.
VersionenKompatible Paarung SVWS-Server ↔ SchILD-NRW 3 sicherstellen; Stand Mai 2026: SVWS-Server 1.3.1 mit SchILD-NRW 3.4.0.
Empfehlung für die Umstiegsentscheidung: Plane den Umstieg nicht nur technisch, sondern als Prozessprobe. Für Schulen mit SchILDweb oder Notendateien ist WeNoM der kritische Baustein: Erst wenn Noteneingabe, Korrekturwege, Synchronisation und Abschnittsabschluss zuverlässig funktionieren, sollte der Produktivumstieg auf SchILD-NRW 3/SVWS erfolgen. Ein vollständiger Testlauf von Migration über WebLuPO, Kursblockung, WeNoM, Klausurplanung und Reports zeigt früh, ob Datenqualität, Rechte, Rollen und Arbeitsabläufe tragfähig sind.

SVWS-Server Download Downloadbereich SVWS-Releases Roadmap WeNoM-Dokumentation Tools & Module Schulungsunterlagen

4. Zeugnisse, Leistungsübersichten und Druck

Für die Zeugnisphase ist wichtig, zwischen Leistungsübersichten, Standardzeugnissen, Abiturzeugnissen und künftig stärker digitalisierten Ausfertigungsprozessen zu unterscheiden. Die fachliche Kontrolle bleibt vor dem Druck bzw. vor der Archivierung der entscheidende Schritt.

Leistungsübersichten Q1 bis Q2

Für Konferenzen stehen in der Basisreportsammlung zwei zusammengehörige Reports zur Verfügung: Konferenzprotokoll und Beamerprojektion. Das Konferenzprotokoll ist für den Papierausdruck gedacht; die Beamerprojektion wird als PDF erzeugt und in der Konferenz angezeigt.

  • Die Reports zeigen u. a. Fächer, Punkte, Kursarten, Fehlstunden, Zeugnisbemerkungen, wiederholte Abschnitte, Defizite und Kurssummen.
  • Optional können Kursart, Kurslehrkraft und kursindividuelle Fehlstunden unterhalb der Note eingeblendet werden; dadurch sinkt aber die Zahl der dargestellten Schülerinnen und Schüler pro Seite.
  • Die Darstellung ist auf maximal 13 Kurse in Q1 und Q2 ausgelegt.

Basisreport Leistungsübersicht Q1/Q2

Zeugnisdruck: Grundablauf

Der Zeugnisdruck kann über zugeordnete Zeugnisformulare oder über die Reportverwaltung erfolgen. Vor dem Druck muss die Schülermenge korrekt gefiltert und die Datenbasis passend zum Lernabschnitt gewählt sein.

  • Vorschau: Ergebnis vor dem endgültigen Druck prüfen.
  • Drucker mit Archivierung: physischer Druck plus Ablage eines zweiten Satzes, sofern die Dokumentenablage aktiviert ist.
  • Drucker ohne Archivierung: nur physischer Druck.
  • Nur Archivierung: PDF-Erzeugung ohne physischen Druck.
  • Archivierung in Zeugnisverzeichnis: Ablage als PDF im konfigurierten Zeugnisverzeichnis.

Zeugnisvorbereitung und Zeugnisdruck

Hinweis zu Standardzeugnissen und neuen Formularen

Für Standardzeugnisse sollten die jeweils aktuellen amtlichen Formularreports verwendet und vor der Zeugnisphase neu heruntergeladen bzw. geprüft werden. Bei Abschluss- und Standardzeugnissen ist keine freie Bearbeitungsoption für den eigentlichen Zeugnisinhalt einzuplanen: Die Formulare müssen als standardisierte, rechtssichere Ausgabe funktionieren und perspektivisch für digitale Ausfertigung bzw. digitale Übermittlungsprozesse geeignet bleiben.

Praktische Folge: Schulische Logos, Wappen oder technische Reportanpassungen gehören in die vorbereitete Report-/Formularpflege; fachliche Zeugnisinhalte gehören in die Leistungsdaten, Bemerkungen, Floskeln, Sprachenfolge, Abiturdaten und Kataloge – nicht in nachträgliche Einzelbearbeitungen am fertigen Standardzeugnis.

Abiturzeugnisdruck im SVWS-/SchILD-3-Kontext

Der Abiturzeugnisdruck muss im Umstieg besonders getestet werden, weil hier mehrere Datenbereiche zusammenlaufen: Abiturberechnung, Prüfungsleistungen, Abiturfächer, Fremdsprachenfolge, Latinum/Graecum/Hebraicum, GER-Referenzniveaus, Konfession, Zeugnisbemerkungen und ggf. besondere Lernleistungen.

PrüffeldKontrollpunkt
AbiturberechnungZulassung, Block I/II, Prüfungsleistungen und Gesamtqualifikation vor dem Druck abschließend prüfen.
FremdsprachenSprachenfolge, Referenzniveaus und Nachweise wie Latinum, Graecum oder Hebraicum kontrollieren.
PersonendatenNamen nach amtlichen Unterlagen, Geburtsdaten, Geburtsort, Konfession und ggf. weitere/alle Vornamen vorab prüfen.
ArchivierungVorab festlegen, ob Druck mit Archivierung, nur Archivierung oder Ablage im Zeugnisverzeichnis verwendet wird.

Arbeitsroutine vor dem Druck

Daten einfrieren.
Nach Export/Noteneingabe keine ungeplanten Änderungen an Leistungsdaten, Kursen oder Abiturfachzuordnungen mehr vornehmen.
Leistungsdaten prüfen.
Fehlende Noten, Mahnungen, Fehlstunden, Bemerkungen, Abwahlen und Kurswechsel kontrollieren.
Reports aktualisieren.
Amtliche Zeugnisformulare und Basisreports erst kurz vor der Zeugnisphase prüfen, damit Korrekturen oder neue Fassungen berücksichtigt werden.
Vorschau nutzen.
Vor dem Massendruck Stichproben in Vorschau/PDF prüfen: Layout, Namen, Kurse, Fremdsprachen, Bemerkungen, Rechtsbehelfsbelehrung und Archivierung.
Roadmap-Bezug: Die SVWS-Roadmap nennt für 2028 die Umsetzung der digitalen Zeugnisausfertigung im SVWS-Server. Deshalb sollten Schulen den Zeugnisdruck schon beim Umstieg auf SchILD-NRW 3/SVWS als eigenen Testprozess behandeln und nicht erst am Ende der Zeugnisphase ausprobieren.

5. Oberstufe: Prozessübersicht

Die Oberstufenarbeit im SVWS-WebClient folgt einem einfachen Ablauf: Rahmen setzen → Wahlen einsammeln → prüfen → Kurse blocken → übertragen. Die Details stehen in den folgenden Abschnitten; dieser Teil dient nur als Orientierung.

Phase SVWS/WebLuPO-Ort Ergebnis
1. Vorbereiten Schule ➜ Fächer, Oberstufe ➜ Fächer, Oberstufe ➜ Beratung Fächer, Wählbarkeit, Kursarten und Beratungsvorlage sind plausibel gesetzt.
2. Exportieren Oberstufe ➜ Laufbahnen .lp-Dateien für WebLuPO liegen vor.
3. Beraten & wählen WebLuPO / Pascal-Zugang Schülerinnen und Schüler bearbeiten ihre Laufbahn und geben die exportierte .lp-Datei zurück.
4. Importieren & prüfen Oberstufe ➜ Laufbahnen / Fachwahlen Wahlen sind eingelesen, Fehler bereinigt, Anwahlzahlen und Namenslisten geprüft.
5. Blocken & übertragen Oberstufe ➜ Kursplanung Aktive Blockung ist geprüft; Kurse und Kurszuweisungen werden in die Leistungsdaten übertragen.
Leitprinzip: Die Detailarbeit gehört in die Fachabschnitte. Abschnitt 5 zeigt nur, welcher Schritt auf welchen folgt und welches Zwischenergebnis erwartet wird.

6. WebLuPO

Zugang und Testdatei

Für das Pascal-Gymnasium wird dieser WebLuPO-Zugang verwendet:

WebLuPO öffnen Testdatei herunterladen

Die Testdatei Laufbahnplanung_2027_Q1_Testdatei.lp muss im selben Ordner liegen wie diese HTML-Datei. WebLuPO benötigt JavaScript.

Was wird dort gemacht?

Die aus dem SVWS-WebClient exportierten .lp-Dateien werden geladen, in der Beratung bzw. Wahlphase bearbeitet und anschließend wieder exportiert. Die zurückgegebenen Dateien werden danach im SVWS-WebClient importiert.

Minimaler Ablauf

  1. .lp-Datei aus SVWS/WebLuPO-Export erhalten.
  2. Im Pascal-WebLuPO-Zugang laden und Fachwahlen bearbeiten.
  3. Hinweise und Laufbahnfehler prüfen.
  4. Exportierte .lp-Datei nach schulischem Verfahren zurückgeben.
Dateiformat: WebLuPO arbeitet mit .lp-Dateien. Das alte Windows-LuPO-Format .lup ist davon zu unterscheiden.

7. Laufbahnen und Fachwahlen

Laufbahnen prüfen

In Oberstufe ➜ Laufbahnen werden individuelle Belegungen, Beratungsdaten und Bemerkungen bearbeitet. Über das Linksymbol gelangt man direkt in die einzelne Laufbahn; Varianten können gemerkt und wiederhergestellt werden.

Filter sinnvoll nutzen

Nur Fehler, Nur mit Fachwahlen, Neuaufnahmen und Externe ausblenden helfen, prüfbare Gruppen zu bilden und verzerrte Fachwahlzahlen zu vermeiden.

Fachwahlen auswerten

Der Tab Fachwahlen liefert Anwahlzahlen und Namenslisten für den gewählten Jahrgang und Abschnitt. Er ist die Brücke zwischen individueller Beratung und Kursplanung.

Prüffrage Reaktion
Gibt es noch Laufbahnfehler? Filter Nur Fehler nutzen, Person öffnen, Wahl korrigieren.
Sind Neuaufnahmen, Externe oder nicht wechselnde Lernende korrekt berücksichtigt? Filter gezielt setzen, damit Export und Anwahlzahlen stimmen.
Sind GK/LK/Abiturfach-Zuordnungen plausibel? Bei falscher Kursart in die individuelle Laufbahnplanung wechseln.

8. Kursplanung und Blockung

Die Kursplanung übersetzt geprüfte Fachwahlen in konkrete Kurse, Schienen und Kurszuweisungen. Entscheidend sind vollständige Wahlen, eine bewusst gepflegte Regelbasis und die Kontrolle der aktiven Blockung vor dem Übertrag.

Vorbereiten

  • Abiturjahrgang und Lernabschnitt wählen.
  • Fachwahlen prüfen.
  • Kurse einrichten, aufteilen oder zusammenlegen.

Blocken

  • Schienen anlegen.
  • Kurse per Drag & Drop zuordnen.
  • notwendige Fixierungen, Sperrungen und Regeln setzen.

Prüfen & übertragen

  • Regelverletzungen, Kollisionen und nicht verteilte Wahlen prüfen.
  • beste Variante aktivieren.
  • Kurse und Kurszuweisungen in Leistungsdaten übertragen.

Durchführung der Kursplanung – Arbeitskarte

Diese Karte bündelt den eigentlichen Arbeitsgang in der Kursplanung. Sie eignet sich als Ablaufplan während der Blockungssitzung: erst Datenbasis prüfen, dann Kurse und Schienen modellieren, danach berechnen, bewerten, aktivieren und erst ganz am Ende übertragen.

Datenbasis und Abschnitt festlegen.
Abiturjahrgang und Lernabschnitt auswählen. Vor einer neuen Blockung müssen die Fachwahlen für den gewählten Abschnitt möglichst vollständig vorliegen. Bei migrierten oder bereits vorhandenen Leistungsdaten kann eine Blockung restauriert werden; sonst wird über das Plus-Symbol eine neue Blockung angelegt.
Kurse und Schienen anlegen.
Benötigte Schienen hinzufügen, nicht benötigte Schienen löschen. Kurse je Fach und Kursart anlegen, aufteilen oder zusammenlegen. Kooperationskurse, erwartete externe Schülerinnen und Schüler, Zusatzkräfte und Kurse über mehrere Schienen bewusst kennzeichnen.
Planerische Vorgaben setzen.
Kurse per Drag & Drop in Schienen legen, Kurslagen fixieren oder sperren, Kursarten für ganze Schienen sperren und nur notwendige Regeln ergänzen. Regeln können z. B. Kursgrößen begrenzen, Kurse koppeln oder Kurse gegenseitig ausschließen.
Schülerzuordnungen gezielt vorbereiten.
Bei festen Gruppen, Profilkursen oder Kooperationen die Funktion Kurse: Schülerzuordnung nutzen und die betroffenen Schülerinnen und Schüler anschließend fixieren. Für EF-Kerngruppen können feste Gruppen mehreren Kursen, z. B. Deutsch, Mathematik und Englisch, zugeordnet werden.
Berechnen und Ergebnisse bewerten.
Blockung berechnen lassen und die Kennwerte prüfen: Regelverletzungen, Fachwahlkonflikte, Kursdifferenzen und Häufigkeit von Kursdifferenzen. Regelverletzungen und Fachwahlkonflikte sollten auf 0 gebracht werden, bevor eine Variante weiterverfolgt wird.
Variante sichern, ableiten oder aktivieren.
Unbrauchbare Ergebnisse löschen, das gewünschte Ergebnis behalten und bei neuen Regelvarianten eine Blockung ableiten. Nach einer Berechnung sind Regeländerungen erst wieder möglich, wenn nur ein Ergebnis übrig ist oder die Blockung abgeleitet wurde. Die Variante, mit der weitergearbeitet wird, muss aktiv gesetzt werden.
Kollisionen und nicht verteilte Wahlen prüfen.
Schülerlisten mit den Filtern K, NV und K/NV kontrollieren. Im Umwahldialog Kursbelegungen per Drag & Drop ändern oder Schülerinnen und Schüler in Kursen fixieren. Kursarten wie GKS/GKM/LK/AB3/AB4 werden nicht im Umwahldialog geändert, sondern in der individuellen Laufbahnplanung.
Übertragen und nachpflegen.
Erst nach fachlicher Freigabe die aktive Blockung übertragen. Der Übertrag legt die Kurse im Kurskatalog an und schreibt Kurszuweisungen in die Leistungsdaten. Nach dem Übertrag kann nur noch begrenzt synchronisiert werden; neue Fachwahlen, Fachabwahlen und Kurslöschungen müssen eigenständig in Kurstabelle oder Leistungsdaten nachgepflegt werden.
Praxisregel: Leistungskurse zuerst blocken, sinnvolle LK-Lagen und LK-Schülerzuordnungen fixieren und danach die Grundkurse berechnen. Mehrfachkurse über mehrere Schienen nur gezielt einsetzen, da sie die Berechnung stark verlangsamen können; solche Kurse und ihre Schülerinnen und Schüler sollten möglichst vor der Berechnung fixiert werden.

SVWS-Doku Kursplanung Beispiele und Praxistipps

Funktionen, die man unterscheiden muss

Funktion Kernbedeutung Merksatz
Blockungsübersicht zeigt Schienen, Kurse, Belegungszahlen und Kursgrößen Ausgangspunkt für Kontrolle und Optimierung.
Filterlisten zeigen z. B. Kollisionen, nicht verteilte Wahlen oder Fachwahlgruppen Fehleranalyse nach jeder Berechnung.
Umwahldialog verschiebt oder fixiert Kursbelegungen Kursarten werden in der Laufbahnplanung geändert, nicht hier.
Regeln/Fixierungen steuern Kursgrößen, Kopplungen, Ausschlüsse, feste Lagen oder feste Kurszuweisungen Gezielt einsetzen; zu viele harte Vorgaben erschweren gute Blockungen.
Aktivieren/Übertragen macht eine Variante verbindlich und schreibt Kurse/Kurszuweisungen weiter Vorher aktive Blockung, Kollisionen, Kursarten und nicht verteilte Wahlen prüfen.
Synchronisieren gleicht bestimmte spätere Änderungen ab Kein vollständiger Reparaturmechanismus; neue Fachwahlen, Fachabwahlen und Kurslöschungen werden nicht automatisch übernommen.
Vor dem Übertrag stoppen: Nach der Übertragung in Leistungsdaten steigt der Korrekturaufwand deutlich. Deshalb erst freigeben, wenn die aktivierte Blockung fachlich geprüft ist.

9. Fallstricke kurz gefasst

Fallstrick Merksatz
.lp und .lup verwechseln WebLuPO nutzt .lp; alte Windows-LuPO-Daten sind ein anderer Importweg.
Falsche aktive Blockung Vor Listen, Rücklinks, Abgleich und Übertrag immer die aktive Variante prüfen.
Kursart am falschen Ort ändern LK/GK/Abiturfach-Zuordnungen gehören in die Laufbahnplanung, nicht in den Umwahldialog.
Synchronisieren überschätzen Synchronisieren ist kein vollständiger Rückbau; nach Leistungsdateneinträgen ist es nicht mehr verfügbar.
Zu viele harte Regeln Nur organisatorisch notwendige Zusatzregeln setzen; sonst wird die Blockung unnötig eng.

10. Links und Quellen

Hinweis: Diese HTML-Datei ist eine zusammenfassende Arbeitshilfe und ersetzt nicht die jeweils aktuelle offizielle SVWS-Dokumentation oder schulinterne Dienstanweisungen.